Wendener Kriegsopfer
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Kriegssterbefälle
Die beiden Weltkriege sind leider auch an den Ortschaften der Gemeinde Wenden nicht vorübergegangen. Auch die Napoleonischen Feldzüge haben Opfer unter der Soldaten gefordert. An dieser Stelle daher ein Nachruf für die gefallenen Soldaten aus der Heimat.

Natürlich hat es davon abgesehen auch unter der Wendener Zivilbevölkerung Opfer gegeben. Nicht nur im 2. Weltkrieg, auch im 1. Weltkrieg und im 19. Jahrhundert unter Napoleons Truppen und Feinden mußte die Region schrecklich bluten.

In der hessischen Zeit von 1803 bis 1816 mußten auch die Wendschen Truppen für die Interessen Napoleons kämpfen. Darunter die Feldzüge 1806/07 gegen Preußen, 1809 gegen Österreich und 1809 bis 1812 gegen Spanien. Im Winter 1812/13 mußte der Landgraf, der spätere Großherzog von Hessen, als Verbündeter Napoleons seine Soldaten in französischen Heeresverbänden gegen Rußland ziehen lassen. 1814/15 schließlich kämpfte man gemeinsam mit den deutschen Brüdern gegen Frankreich.

Statistik:
Aus der gesamten Region des Kreises Olpe sind ingesamt rund 140-180 Soldaten aus den Napoleonischen Feldzügen nicht wieder in ihre Heimat zurückgekehrt. Weil die Quellen zum Nachweis genauerer Daten aber recht lückenhaft sind, dürfte die Zahl der Gefallenen, Verwundeten und Vermißten deutlich höher geschätzt werden.

Statistik 1. Weltkrieg:
Insgesamt haben mindestens 143 Männer aus dem damaligen Amt Wenden ihr Leben als Soldaten im 1. Weltkrieg oder durch unmittelbare Folgen durch diesen verloren. 18 aus Altenhof, 3 aus Altenwenden, 1 aus Bebbingen, 3 aus Brün, 1 aus Büchen, 1 aus Döingen, 4 aus Dörnscheid, 4 aus Elben, 10 aus Gerlingen, 2 aus Girkhausen, 8 aus Heid, 12 aus Hillmicke, 1 aus Hoffnung, 16 aus Hünsborn, 7 aus Möllmicke, 10 aus Ottfingen, 5 aus Römershagen, 5 aus Rothemühle, 1 aus Scheiderwald, 7 aus Schönau, 24 aus Wenden. 130 sind in den Kriegsjahren zwischen 1914 und 1918 gefallen, 12 durch Kriegsverletzungen in den Jahren danach. Im Jahr 1914 starben 18 Männer, 1915 35, 1916 32, 1917 27 und 1918 19.
Die Angaben zum 2. Weltkrieg enthalten die beurkundeten Kriegssterbefälle des Standesamtes Wenden in der Zeit vom 01.09.1939 bis 31.12.1946, gezählt am 05.01.1948.

Statistik 2. Weltkrieg:
Insgesamt haben mindestens 229 Männer aus dem damaligen Amt Wenden ihr Leben als Soldaten im 2. Weltkrieg oder durch unmittelbare Folgen durch diesen verloren. 27 aus Altenhof, 4 aus Altenwenden, 6 aus Brün, 2 aus Büchen, 2 aus Döingen, 6 aus Dörnscheid, 8 aus Elben, 29 aus Gerlingen, 3 aus Girkhausen, 6 aus Heid, 21 aus Hillmicke, 30 aus Hünsborn, 1 aus Huppen, 22 aus Möllmicke, 18 aus Ottfingen, 2 aus Römershagen, 1 aus Rothemühle, 2 aus Scheiderwald, 10 aus Schönau, 1 aus Trömach, 1 aus Vahlberg, 26 aus Wenden, 1 aus Wendenerhütte. 225 sind in den Kriegsjahren zwischen 1939 und 1945 gefallen. Im Jahr 1939 starben 1 Mann, 1940 5 Männer, 1941 25, 1942 41, 1943 57, 1944 65 und 1945 31.

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